Internationaler Jugend-Kunst-Workshop in der Galerie Paradies zum Europatag 2010

Auf der großen Bühne, die zum Europatag 2010 in Neu-Anspach aufgebaut wurde, präsentierten gut gelaunt und stolz die Jungendlichen aus Österreich, Deutschland, Slovenien und Frankreich ihr Gemeinschaftskunstwerk. Europa als ein großes Puzzel mit all seinen Besonderheiten aus den verschiedenen Regionen, ist das einzigartige Resultat des von mir geleiteten Jugend - Kunst - Workshops aus der Galerie Paradies.

"Gemeinschaft und Freundschaft" ist nicht nur Thema auf dem großen Europabild sondern zog sich durch die komplette Woche. Mit einem unglaublichen Spaß und kreativen Ideen waren die Jugendlichen aus Tahlgau in Österreich, Saint-Florent-sur-Cher in Frankreich, Sentjur in Slovenien und Neu-Anspach in Deutschland dabei. Sandra Endletzberger in der Bildmitte links von mir, begleitete ihre Talgauer Truppe mit bester Laune und schwang selbst begeistert den Pinsel und Palettmesser. Ich versprach ihr, am Montag den 17.Mai 2010 die aktuellen Tageszeitungen nach Thalgau zu bringen.

Am ersten Motiv des insgesamt 6 Meter langen Kunstwerks arbeitete Sophie Stöllinger aus Thalgau mit vollem Einsatz. Hier ist bereits erkennbar, wie 5 Kilogramm transparente Spachtelmasse im Nu verarbeitet wurden. Sie modellierte die Alpenregion Österreichs und schuf mit Violine und Notenblatt einen Bezug zu Mozart.

Corinna Pötzelberger ebenfalls aus Thalgau hatte sich mit ihrer Freundin sofort die Flagge von Österreich geschnappt, um sie in das vorgezeichnete Puzzelteil zu übertragen. Auf ihrem Bild mit der Nummer 2 kann man durch eine liebevoll und detailgetreu gemalte österreichische Almlandschaft mit Tierwelt spazieren. Eine Region die für nahezu jede Sportart ihren Reiz hat.

An ihrem 13. Geburtstag begann Angela Leithner das Salzkammergut in Österreich mit seinen herrlichen Seen und steierischen Obstplantagen zu malen. Die Ruine Wartenfels wurde von ihr mit Spachtelmasse und Steinen auf der Leinwand modelliert. Im Laufe der drei Workshop Tage zierte dann auch die Sterne der Europaflagge ihr Bild.

Der Präsident des Neu-Anspacher Vereins zur Förderung internationaler Kontakte e.V. Steffen Hampel (1. von links), kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, als er uns im Atelier besuchte. Claudia Rabuza (2. von links) begleitete am Montag ihre slovenischen Schüler. Sie wollte mir nicht so recht glauben als ich ihr sagte, dass ich am kommenden Dienstag die aktuellen Presseberichte und CD's mit allen Workshopfotos nach Slovenien bringen würde. Die beiden französischen Lehrer rechts im Bild bewunderten die jungen Maler an den 1.20 m x 60 cm großen Leinwänden.

Adrian Paul aus Neu-Anspach war nicht nur der einzige deutsche Teilnehmer am Kunstprojekt sonders stellte auch souverän die "Männerquote" im Paradies dar. Für die Griechenlandflagge auf seinem Bild hatte er sich entschieden, weil ihm die Farbe so gut gefiel. Auf seinem Bild 4 gestaltete er einen Bayern in Lederhosen mit einem Maß Bier. Die Idee mit dem Flugzeug über Europa, in den Farben Schwarz, Rot, Gold "schwebte" später ins Bild. Aus diesem Flieger ließ er über der weißblauen Griechenlandflagge Euros regnen.

Pia Krasevec aus Sentjur malte auf Bild 5 die englische Flagge auf ihre Leinwand und platzierte die verschiedensten Sehenswürdigkeiten drum herum. Von Guinness Bier, über den Big Ben, die englische Krone und die typische, rote Telefonzelle war vieles zu entdecken. Die Steilküste mit Sandstrand modellierte auch sie mit Palettmesser, mächtig viel Spachtelmasse, Sand und Steinen. Von dieser Technik waren ausnahmslos total begeistert.

Auf dem Kunstwerk von Ana Anderluh spiegelte sich ihre ganze slovenische Heimat wider. Sie malte nicht nur die Slovenische Flagge bis ins kleinste Detail auf Leinwand 5, sondern modellierte auch alle touristischen Attraktionen. So thront über Landschaft der höchste Berg der Region, der Triglav mit Aussichtsturm, in dem sich ein Gästebuch befindet für alle, die den Aufstieg geschafft haben. Der tosende Wasserfall, der in den See von Bled rauscht, die einzigartige Grotte von Postojna, in der dieser einzigartige Olm lebt, der links auf dem Bild zu sehen ist.

Wo Lara Santa zu Hause ist muss man nicht erklären, wenn man wie ich Slovenien kennt und liebt. Ein wundervolles Gemälde des See´s von Bled mit der kleinen Kapelle auf der Insel, die sich idyllisch im Wasser spiegelt. Wir man auch hier auf Bild 7 sehen kann, liegt allen nicht nur ihre Heimat sondern auch die Natur sehr am Herzen.

Am Dienstag verbrachten zwei weitere Gäste aus Slovenien einen Tag im Paradies. Denn sowohl die Betreuerin Lara (1. von links), als auch die Schülerin Klara (2. von links) sind in den Bus nach Weilrod Mauloff eingestiegen. Klara ergänzte das slovenische Motiv mit einem Heißluftballon, der über die Berge schwebt - vielleicht um Freunde in Europa zu besuchen?

Kunterbunt ging es nicht nur auf den Leinwänden zu, sondern auch sprachlich. In der österreichisch-deutschen Ecke hatte ich natürlich ein "Heimspiel", es schloss sich die slovenische Ecke an, in der problemlos in Englisch kommuniziert wurde. Darauf folgten die Französinnen, die ihrer Muttersprache durchweg treu blieben, sich also nur in ihrer französischen Landesprache mit mir unterhielten.

Für eine "süße Pause" sorgte unser Bürgermeister von Weilrod, Herr Axel Bangert. Genascht wird schließlich überall auf der Welt. Mit großer Bewunderung über so viel Talent ließ er seinen Blick über die 10 großen Leinwände schweifen. Als Anerkennung über diesen internationalen Besuch der jungen Künstler in der Galerie Paradies, in seiner Gemeinde, folgte er gerne meiner Einladung und überraschte uns mit einem Besuch.

Von Slovenien reisen wir nun auf dem Bild weiter nach Frankreich. Sehr konzentriert arbeitete Julie Maillebuau an ihrem Werk. Stück für Stück entstanden die französischen Alpen mit schneebedeckten Bergen und einer Ski Hütte. Dort verbrachte Julie die Ferien mit ihrer Familie. Auch der Sommer an der Côte fleurie war in einem herrlichen Farbenspiel auf ihrem Bild zu sehen, dast mit seinem Puzzelteil das ihrer Freundin Evane grenzt.

Die zierliche Evane Garcaut spachtelte sich gleich die ganze Weltkugel auf ihre Leinwand mit der Nummer 9. Darüber glitzerte ein Sternenhimmel am violetten Nachthimmel mit leuchtend goldenem Mond. Eine "verbindende Idee" hatte sich zusammen mit Perinne, die nur am Montag bei uns war. Evane malte in lustigen Buchstaben das Wort: "ZUSAMMEN" quer über beiden Leinwände und hinterließ mit ihrer Freundin lustig bunte Handabdrücke darunter.

Das 10. Bild begann Perrine Grimal, die den Schriftzug: "ZUSAMMEN" auf ihrem Bild fortsetzte. Sie verewigte darauf ihren Lieblingssportart Basketball. Aus diesem Grund ließ sie ihrer Freundin Chloé den Vortritt am Kunst-Workshop und schloss sich ab Dienstag den Sportlern an.

Chloé Pivault nahm sich ab Dienstag dem letzten Teil des Europabildes liebevoll an, malte Blumenranken, spachtelte weitere Details und ließ darüber die Sonne scheinen. Auch die kunterbunten Abdrücke ihrer Hände sind nun auf dem maigrünen Hintergrund verewigt. Wie gerne wäre Chloé noch ein paar Tage "im Paradies" geblieben aber leider ging diese für uns alle so wunderschöne Zeit viel zu schnell zu Ende.

Am Mittwoch kam Frau Karin Müller zu einer Stippvisite ins Atelier der internationalen Künstler. Im Gepäck hatte sie nicht nur Taschen mit dem Aufdruck von Weilrod, sondern auch Süßigkeiten für alle. Als sie die großen Maltische bestaunte, auf denen sich weit über 80 verschieden große Pinsel aus Gläsern reckten, sich 30 große Flaschen mit kunterbunten Acrylfarben aneinander reihten, ein 5-Kilo-Eimer Spachtelmasse sich dem Ende zuneigte, griff sie außerdem in ihr Portemonnaie und stopfte eine Spende in das Sparschwein für die Kindermalfarben.

Nachdem wir am Mittwochmittag zum letzten mal gemütlich beisammen saßen und die Lunchpakete verspeist hatten, hieß es Abschied nehmen aus dem "Paradies", in dem es mittlerweile aussah, als wäre eine Farbkartusche explodiert. Ich kann mir an dieser Stelle nur wünschen, dass es viele weitere Jugendworkshops geben wird, die die Schüler auf so wundervolle Weise miteinander verbunden hat.

Entdecken Sie Österreich mit seiner Alpen und Seenlandschaft wie hier auf den Bildern von Sophie, Corinna und Angela aus Thalgau.

Durchqueren Sie Deutschland mit all seiner Vielfalt, kreiert von Adrian aus Neu-Anspach. Machen Sie einen Tripp nach England, so wie es Pia aus Slovenien gemacht hat. Oder wie wäre es mit einem Urlaub in Slovenien mit seinen Schätzen der Natur, dargestellt von Ana, Lara und Klara aus Sentjur.

Frankreich bietet ebenfalls eine kunterbunte Kulturlandschaft, gemalt und gestaltet von Julie, Evane, Perrine und Chloé.

Die Eröffnung des Europatages auf der großen Europatagbühne in Neu-Anspach am 15. Mai 2010 diente gleichzeitig zur Präsentation des grandiosen Europagemäldes. Es hatte eine gewaltige Aussagekraft und zeigte einmal mehr, dass "Kunst verbindet". Die Bewunderung dafür war grenzenlos. Nun dürfen wir gespannt sein, für welchen Preis es ein "zu Hause" finden wird. Der Erlös wird dem Verein zur Förderung internationaler Kontakte zu Gute kommen, um damit weitere, internationale Jugendprojekte finanzieren zu können.

Mit der spritzigen Ankündigung von Moderator Holger Pritzer, der mich als: "Miss Europa" auf die Bühne bat, begann die lustige und lockere Vorstellung meines Jugend-Kunst-Workshops auf der Europatagbühne. Da ich alle jungen Maler in ihrer Landessprache begrüßen wolle, hatte ich mir den Satz in slovenischer Sprache Sicherheitshalber mit Kugelschreiber auf die Handfläche geschrieben. Aber es klappte alles super, denn das Publikum machte begeistert mit.

In ihren selbstbemalten T-Shirts bat ich sie alle zu mir auf die Bühne. Hier stehen sie nun vor einem großen Publikum, die internationalen jungen Künstler Europas. Die 12 bis 14 jährigen Schüler sind schon am 9. Mai aus Österreich, Deutschland, Slovenien und Frankreich angereist, um an den Jugendprojekten teilzunehmen. Hier zeigen sie gemeinsam ihr 6 Meter großes Kunstwerk.

Das glückliche Strahlen in den Gesichtern ersetzte tatsächlich den fehlenden Sonnenschein. Sophie, Corinna und Angela stehen selbstbewusst vor einem überfüllten Festplatz mit Besuchern aus aller Welt. Sie zeigen auf den ersten drei Bildern ihre Heimat rund um Thalgau in Österreich.

Laut umjubelt von seinen Neu-Anspacher Fans vertrat Adrian als einziger Teilnehmer Deutschland auf der Bühne. Sein Motiv auf Bild 5 machte deutlich, dass sich auch die Jugend intensiv mit dem Thema Europa befasst, wobei er sein Werk mit einem relaxten Schmunzeln präsentierte.

Über die drei Bilder von Pia, Klara, Ana und Lara aus Sentjur, unserer slovenischen Gäste, hätte ich noch lange erzählen können, denn mir ist diese Region bestens von Urlaubsaufenthalten bekannt. Das gesamte touristische Spektrum von dem höchsten Berg Triglav, den Grotten in Postojna, bis hin zu Sandstrand mit Muscheln und Adria zeigten sie alle Schätze ihrer Heimat.

Das kunterbunte Frankreich zeigten uns Julie, Evane und Chloé aus Saint-florent-sur-Cher. Die so herrlich mit ihrem Schriftzug:"ZUSAMMEN" das "Wir-Gefühl" untermalten. Während des gesamten Europatages konnte das Europabild dort bestaunt werden. Abends wanderte es auf eine weitere Bühne im großen Saal des Neu-Anspacher Bürgerhauses. Dort fand das Abschlussfest des internationalen Treffens statt, welches vom Verein zur Förderung internationaler Kontakte e.V. organisiert wurde.

Das kunterbunte Gemälde war außerdem eine wunderschöne Kulisse, vor der alle Workshop Leiter als Dankeschön vom Präsidenten des Vereins, Steffen Hampel und seiner Stellvertreterin Heike Seifert, ein Präsent überreicht bekamen.

Schöner hätte diese fantastische Wochen nicht zu Ende gehen können, als mit einem gemeinsamen Fest, an dem 400 Gäste in allerbester Stimmung teilnahmen.

So wirklich glauben wollte es niemand, aber am Montagabend, dem 17. Mai erreichten mein Mann und ich das Ortsschild von Thalgau und machten dann auch gleich ein "Beweisfoto" davon.

Wir brachten nicht nur die aktuellen Tageszeitungen sondern auch jede Menge Fotos auf CD's nach Thalgau und überraschten die Betreuerin Sandra Endletzberger mit einem Besuch. Am nächsten Morgen machte die Neuigkeit blitzschnell die Runde, dass die Siggi in Thalgau ist. Die dortige Schulleiterin lud mich spontan dazu ein, zur Projektwoche an ihrer Schule, vor den Sommerferien nach Tahlgau zu kommen.

Nach einem herzlichen Empfang in Österreich steuerten wir nun Slovenien an und erreichten nachmittags das Ortsschild von Sentjur.

Da wir um diese Uhrzeit niemanden mehr in der Schule von Sentjur vermuteten, starteten wir gleich zur Privatadresse von Claudia Rabuza durch. Sie kam aus dem Staunen nicht mehr heraus, als wir an ihrer Tür klingelten. "Nun weiß ich, wenn ich die Siggi zu einem Schülerprojekt einladen werde, dann kommt sie auch tatsächlich zu uns nach Slovenien," sagte Claudia herzlich lachend. Ihre Schwiegereltern tischten sofort selbstgemache Leckerein auf. Nach meinem Motto: "Kunst verbindet - wir sind Europa" wird es gewiss nicht unser letzten Treffen gewesen sein.

Weitere Eindrücke sehen Sie auf folgenden Videos:

Für den Verein zur Förderung internationaler Beziehungen Neu-Anspach e.V.(VzFIB) in habe ich ehrenamtlich die Leitung eines der insgesamt 8 geplanten Jugendprojekte übernommen.
In der Woche vor dem Europatag in Neu-Anspach habe ich mit einer internationalen Jugendgruppe, bestehend aus zehn 12 bis 14jährigen Jugendlichen aus Slovenien, Frankreich und Österreich ein Kunst-Projekt für den Europatag erarbeitet. Die Kunstwerke die wir gemeinsam in meinem Atelier in Mauloff kreierten, präsentierten wir am 15. Mai auf der Europatagbühne vor dem Bürgerhaus in Neu-Anspach.

Um dieses Jugendprojekt zu finanzieren habe ich "Paten" für jeden teilnehmenden Schüler gesucht und gefunden. Ich bedanke mich sehr herzlich für die Unterstützung bei folgenden Sponsoren:
  • Peter Geyer Consult, Geschäftsführer Peter Geyer aus Weilrod
  • AZ-Gruppe, Geschäftsführer Dirk Zimmermann aus Weilrod
  • Kfz-Sachverständigen Büro Pehr, Geschäftsführer Klaus-Peter Pehr aus Weilrod
  • Autohaus König, Inhaber Erhard König aus Wehrheim
  • Steuerbüro, Dipl.-Kaufmann Steuerberater Jochen Maurer aus Weilrod

Sie haben gemeinsam dieses Jugend-Kunst-Projekt ermöglicht.

Auf dem Foto sind zu sehen (von links nach rechts) Klaus-Peter Pehr, Erhard König, Dirk Zimmermann, Steffen Hampel (1.Vorsitzender des Vereins zur Förderung internationaler Kontakte e.V.), Jochen Maurer, Peter Geyer, Siggi Pehr, Eva König
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